Sonnenschutz fürs Holz im Innen- und Außenbereich
18. Juni 2026
Sonnenschutz fürs Holz im Innen- und Außenbereich
18. Juni 2026
Vor allem im Sommer belastet die intensive Sonneneinstrahlung das verbaute Holz im Außenbereich erheblich:
Es trocknet aus, wird spröde und verändert seine Farbe. Neben dem Feuchtigkeitsschutz ist daher auch der UV-Schutz entscheidend. Holzschäden entstehen oft durch UV-Strahlung an Flächen wie Terrassen oder Fassadenverkleidungen, da immer kürzere Dachüberstände dafür sorgen, dass diese Flächen der Sonne länger ausgesetzt sind. Es ist daher wichtig, das UV-Licht zu brechen, um so Schäden am Holz zu verhindern.
Es gibt zwei Arten, um das UV-Licht zu brechen – Kristalle oder Pigmente.
Ein Nachteil der Kristallhaltigen Anstriche ist die Filmbildung bzw. Schichtbildung, wodurch die Poren des Holzes verschlossen werden. Die eventuell eingedrungene Feuchtigkeit kann aufgrund der Film- bzw. Schichtbildung nicht mehr austreten und sorgt für Fäulnis im Holz.
Experten empfehlen daher eher die Verwendung von öl- oder wasserbasierten Holzlasuren, bei denen Weißpigmente das UV-Licht brechen. Der Vorteil dieser Holzlasuren ist das tiefere Eindringen ins Holz, ohne die Poren zu verschließen. Ebenso wirken die Weißpigmente dem Nachdunkeln des Holzes entgegen.
Es gilt zu beachten: Holle Hölzer dunkeln nach, dunkle Hölzer hellen auf.
Bei der Auswahl der passenden Holzlasur sollte auf einen Weißpigmentanteil von etwa 10 bis 20 Prozent geachtet werden. Es empfiehlt sich bei neuen Hölzern im Außenbereich einen 2-maligen, unverdünnten Anstrich aufzutragen. Öl- oder wasserbasierte Holzlasuren lassen sich auch im Innenbereich anwenden. Auch im Wohnbereich sind Holzböden durch die immer beliebter werdenden bodentiefen Fenster, einer steigenden UV-Belastung ausgesetzt. Für den Innenbereich lässt sich auch ein Bienenwachsbalsam verwenden.