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Typische Fehlerquellen beim Bodenbelag

26. Mai 2026

Typische Fehlerquellen beim Bodenbelag

26. Mai 2026

Die Begriffe Beulen und Blasen werden von Fachleuten unterschiedlich bewertet.
Verformt sich der Belag durch Feuchtigkeit, spricht man in der Regel von Beulen.
Beulen zeigen sich oft länglich und großflächiger als Blasen. Blasen sind eher handtellergroße Ablösungen vom Untergrund, welche auf eine schlechte Verklebung zurückzuführen sind.

 

Da bei Beulen- und Blasenbildung meist Feuchtigkeit im Spiel ist, werden häufig beide Begriffe gleichzeitig verwendet, um den Zustand zu erklären. Oft sind handwerkliche Fehlleistungen Ursache für die Ablösung des elastischen Bodenbelags.

 

Nachfolgen einige Fehlerquellen, die für eine Blasen- und Beulenbildung typisch sind:

1. Fehler bei der Prüfung des Untergrundes auf Feuchtigkeit:

Mineralische Estriche dürfen erst dann mit Bodenbelägen belegt werden, wenn sie ausreichend ausgetrocknet sind. Führt der Bodenleger keine Feuchtigkeitsmessung vor dem Verlegen des Bodenbelags durch, kommt es bei zu hoher Restfeuchte im Untergrund zu Feuchteschäden an den elastischen Belägen.

 

Die Restfeuchte sammelt sich unter dem elastischen Bodenbelag und durchdringt zuvor die Dispersionsgrundierung und die Spachtelmasse. Die sich hier angesammelte Feuchtigkeit erzeugt einen Dampfdruck und der Dispersionsklebstoff verliert zunehmend an Klebkraft.

2. Der Bodenbelag wurde zu spät ins Klebstoffbett eingelegt:

Wenn bei Dispersionsklebstoffen die Ablüftzeit überschritten wird, kommt es meist nur zu einer Haftklebung und keiner vollflächigen Verklebung. Besonders bei höherer Beanspruchung des Bodenbelags, wie beispielsweise im Bereich von Stuhlrollen oder hoch frequentierten Bereichen, wölbt sich der Belag auf und es kommt zu Blasenbildung. Die Ablüftzeit ist nach dem Klebstoffauftrag so lang wie nötig, aber auch so kurz wie möglich zu wählen.

3. Falsches Verlegen von elastischen Belägen auf nicht saugfähigen Untergründen:

Zu Blasen- oder Beulenbildung kommt es, wenn elastische Bodenbeläge nicht nach den folgenden Klebearten auf nicht saugfähige Untergründe verlegt/geklebt werden:

 

  • PVC-Beläge müssen in der Haftklebephase geklebt werden. Der hierfür geeignete Dispersionsklebstoff muss so lange ablüften, bis eine einheitlich gelb-transparente Farbe erkennbar ist. Die Fingerprobe sollte vorab durchgeführt werden, bei dem der Klebstoff nicht am Finger haften darf.

 

  • Kautschuk-Beläge müssen im Kontaktverfahren geklebt werden. Bei der Kontaktklebung werden die Belagsrückseite und der Untergrund mit dem geeigneten Dispersionsklebstoff eingestrichen. Nach der Fingerprobe ist der Belag einzulegen, anzureiben und anzuwalzen.

 

4. Beschädigtes Klebstoffbett:

Nach Abschluss der Bodenbelagsarbeiten ist häufig quer zur Verlegerichtung eine linienförmige, krampfaderähnliche Erhebung im Bodenbelag sichtbar. Diese Erscheinung wird oft auch als „längliche Blase“ bezeichnet. Nach der Verklebung der ersten Bahnenhälfte wurde hier oft die zweite Bahnenhälfte bis zum Klebstoffeinsatz zurückgeschlagen. Dabei wurde der bereits abgebundene Klebstoff im Nahtbereich unter den ersten Bahnen aufgerissen und so das Klebstoffbett beschädigt.

Fazit:

Für Blasen- und Beulenbildung in elastischen Bodenbelägen ist eine Vielzahl von Ursachen möglich, oftmals ist es ein Zusammenspiel von mehreren Faktoren. Daher ist es wichtig, einen fachlich versierten Bodenleger auszuwählen.

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